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Eine kleine Führung durch Pieve di Cento

Traduzione curata e offerta dagli studenti dell'Istituto Interpreti e Traduttori di Monaco di Baviera nell'ambito delle iniziative di solidarietà post-sisma "Pieve più bella di prima"
Cartina dei monumenti

In Italien gibt es viele kleine Orte, die sehr viel zu bieten haben. Dazu zählt sicherlich auch Pieve di Cento. 

Die Kleinstadt liegt in der Provinz Bologna an den Grenzen der Provinzen Ferrara und Modena. In Pieve di Cento sind Städtebau, Geschichte, Tradition und Kultur aus diesen drei historisch bedeutenden Gebieten vereint.

Vier Stadttore aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts liegen an den Kardinalpunkten der Altstadt und bilden den Zugang zu den Hauptstraßen.

Porta Asìa

Das Tor Porta Cento wurde im 18. Jahrhundert und das Tor Porta Bologna erst kürzlich restauriert. Im letzteren befindet sich eine Dauerausstellung von Fotografien der urbanen Struktur. Im östlichen Teil von Pieve di Cento liegt das Tor Porta Asia, das Raum für ein kleines aber interessantes Museum über den Anbau und die Verarbeitung von Hanf bietet. Durch das vierte Tor, Porta Ferrara mit seinen Schwalbenschwanzzinnen, öffnet sich die Kleinstadt nach Norden, wo sich Felder und das Naturschutzgebiet Bosco della Panfilia befinden. Das Gebäude neben dem Tor ist Sitz der Geigenbauschule.

Die Bogengänge sind ein prägendes Merkmal im Stadtzentrum. Sie säumen einen Großteil der Straßen und erinnern an das nahe gelegene Bologna. Aus diesem Grund wird Pieve di Cento scherzhaft auch als „Klein-Bologna“ bezeichnet. Einige der Bogengänge wurden auf Holzpfeilern errichtet und sind Teil von über 700 Jahre alten Gebäuden. Interessante Beispiele dazu sind die Casa degli Anziani aus dem Jahr 1272 und die ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert stammende Casa Vedrani.

Rocca

Auch der heutige Sitz des Stadtmuseums La Rocca, errichtet um 1380, und der jüdische Stadtteil Borgo degli Ebrei versprühen mittelalterlichen Charme.

In Pieve di Cento gibt es auch zahlreiche sehenswerte Kirchen. Aus dem 17. Jahrhundert stammen die Rochus- und Sebastianskirche (SS. Rocco e Sebastiano) und die mit einem wunderschönen Freskenzyklus geschmückte Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit (SS. Trinità).

SS. Trinita

Die Stiftskirche S. Maria Maggiore ist eine wahre Schatztruhe an Kunstwerken. Beispiele sind die gotische Apsis, der Glockenturm aus dem 14. Jahrhundert und ein antikes Kruzifix. Die Altarbilder sind Werke des Malers und Radierers Guido Reni und des Barockkünstlers Giovanni Francesco Barbieri, genannt Guercino. Weitere Gemälde stammen von den Renaissancemalern Passarotti, Scarsellino und anderen Künstlern. Im Querschiff befindet sich ein kleines beeindruckendes Museum, in welchem Weihegaben und liturgische Paramente zu bewundern sind.

Darüber hinaus befindet sich in Pieve di Cento eine beachtliche Anzahl an öffentlich und privat genutzten historischen Gebäuden von großer künstlerischer Bedeutung: 

Guercino

So schmücken die Altstadt der Palazzo della Partecipanza, der Palazzo Zambeccari, genannt il Baluardo und das im 15. Jahrhundert erbaute und kürzlich restaurierte Rathaus. In seinem Inneren gibt es das ebenso kleine wie schmucke Stadttheater aus dem Jahr 1856, benannt nach der Opernsängerin Alice Zeppilli. Nach der Restaurierung wurde es im Jahr 2003 wieder eröffnet und gilt als hervorragendes Beispiel für ein Theater „all’italiana“. In den Theaterfoyers befindet sich auch ein Musikmuseum.

Archivio storico-notarile

Das historische Notariatsarchiv ist ebenfalls im Rathaus untergebracht, während die städtische Pinakothek diesem gegenüberliegt. Dort ist eine hölzerne Madonna aus dem 14. Jahrhundert ausgestellt sowie Gemälde von M. Loves und weiteren Schülern aus der Werkstatt Guercinos. In der Galerie der Pinakothek befindet sich die historische Bibliothek der Ordensgemeinschaft der Scolopi. 

Etwas außerhalb der Altstadt ist das Museum MAGI 900 einen Besuch wert, das herausragenden Künstlern und historischen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts gewidmet ist. Ausgestellt ist diese Sammlung in einem restaurierten Kornspeicher aus den 30er Jahren.

Sehr interessante Plätze kam man beim Flanieren durch die Straßen entdecken. Besonders erwähnenswert ist die Piazza delle Catene mit einer Säule, die mit großer Wahrscheinlichkeit aus der Römerzeit stammt.

magi

In Pieve di Cento gibt es auch Parks und Gartenanlagen, ein Schwimmbad, Sportanlagen und ein Rugbyfeld (die Lokalmannschaft, das OVA Bologna Team, spielt in der italienischen Serie B). Einen Besuch wert ist die Gartenanlage mit dem Namen „Giardino degli Anziani“, wo sich viele Jahre lang die hundert lebensgroßen Tonstatuen des zeitgenössischen Künstlers Nicola Zamboni befanden. Um sie vor Witterungseinflüssen zu schützen, wurden die Statuen dann an anderen Orten untergebracht, darunter auch im bereits erwähnten Rathaus. 

Der Veranstaltungskalender von Pieve di Cento bietet jede Menge Unterhaltung und Zeitvertreib. Wichtige Events sind das Jugendfest in Verbindung mit der Industrie- und Handwerksmesse am ersten Septemberwochenende. Ganz zu schweigen vom Karneval mit dem Umzug, bei dem sich die Straßen im Zentrum mit Scharen von Erwachsenen und Kindern füllen.

Jedes Jahr im März findet in der Stadt der Halbmarathon als wichtigstes aber keineswegs einziges Sportereignis statt. Die Strecke verläuft durch die vier Stadttore.

Jeden vierten Sonntag im Monat findet in der Altstadt ein Antiquitätenmarkt statt, der eine lange Tradition hat und gern besucht wird. Das kulturelle Angebot lockt außerdem ganzjährlich mit Ausstellungen, Theateraufführungen und Veranstaltungen verschiedenster Art.  

maccheroni al pettineDie Gastronomie von Pieve di Cento hat enorm viel zu bieten. Es gibt preisgekrönte und sehr gefragte Restaurants sowie traditionelle und rustikale Gasthäuser. Die Auswahl ist so groß, dass jeder auf seinen Geschmack kommt.

Pieve di Cento hat etwa 7.000 Einwohner und lebt hauptsächlich vom Dienstleistungssektor, sowie von den kleinen und mittelständischen Unternehmen in den Bereichen Maschinenbau und Elektronik, den Zugpferden der ansässigen Wirtschaft. Im Laufe der Zeit ist jedoch das Bewusstsein gegenüber dem Potenzial der Tourismusbranche nach und nach gereift. Die Kleinstadt bietet hervorragende zahlreiche Beherbergungsmöglichkeiten für Touristen und Reisende, die große Städte lieber meiden  ohne sich jedoch zu weit davon zu entfernen. 

Bologna, Modena und Ferrara sind circa 40 km vom Zentrum von Pieve di Cento entfernt und in weniger als einer Stunde mit dem Auto zu erreichen. Bis zum internationalen Flughafen G. Marconi in Bologna sind es nur 25 km. 

 

Weitere Informationen zu Besichtigungen und Öffnungszeiten erteilt das Amt für Öffentlichkeitsarbeit von Pieve di Cento (Ufficio URP) unter:

Tel.: +39 051 6862 611 / 

Fax: +39 051 97 43 08 / 

E-Mail: urp@comune.pievedicento.bo.it

 

Istituto Interpreti e Traduttori di Monaco di Baviera

Die Übersetzung wurde von den Studierenden des Sprachbereichs Italienisch im zweiten Studienjahr der Fachakademie des Sprachen & Dolmetscher Instituts München angefertigt.

  

Marta Dal Maso
Jessica Irmler
Luisa Lorenzen
Katharina Lotter
Daniele Mauri
Katharina Schliwa
Dorothea Schmuck
Janina Schubert
Sophia Ströer
Isabella Tschepp
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Nicola von Willmann